Online über Teams (Der Link wird Ihnen vor der Veranstaltung zugeschickt)  /  05. November 2026, 08:15–09:00 Uhr

Product Carbon Footprint direkt aus der Stückliste

Ein Kunde verlangt einen Product Carbon Footprint: Stücklisten durchgehen, Materialien recherchieren, Gewichte schätzen, Emissionsfaktoren zuordnen. Bei mehreren Tausend Positionen ist das keine Frage des Aufwands mehr, sondern der Machbarkeit – deshalb wird in dieser Größenordnung meist gar nicht bilanziert. Und im Anlagenbau fällt die Arbeit bei jedem neu konfigurierten Auftrag wieder an.

Spend-based-Ansätze liefern eine erste Abschätzung, aber nicht die Detailtiefe, die eine Bewertung auf Material- und Produktebene braucht. Und sie zeigen nicht, an welcher Komponente sich etwas ändern ließe.

Mehrere Tausend Positionen, ein Einzelstück – am Beispiel von Ortner Reinraumtechnik

Ortner Reinraumtechnik fertigt Schleusen, Isolatoren und Reinluftanlagen für Pharma, Life Science und Mikroelektronik – gemischte Werkstoffe, hohe Fertigungstiefe, Losgröße 1. Die Kunden stehen selbst unter Nachweispflicht und geben die Anforderung weiter. Stefanie Rud, CEO von Ortner Reinraumtechnik berichtet, was der Anlass war und wie lange die Bilanzierung vorher gedauert hat.

Wir zeigen an einem einfachen Beispiel, wie unser Tool BOMblebee arbeitet – mit Blick in die Benutzeroberfläche und den tatsächlichen Arbeitsablauf: Hauptmaterial und Gewicht je Position werden per maschinellem Lernen aus Bezeichnungen und Stücklistenkontext abgeleitet, anschließend die Emissionsfaktoren zugeordnet – bis zur Bilanz auf Komponenten- und Stücklistenebene. Dieselbe Datengrundlage trägt anschließend auch die Bilanzierung auf Unternehmensebene.

Plus: Wie BOMblebee die Qualität sicherstellt, wenn eine vollständige manuelle Prüfung nicht mehr praktikabel ist:

  • Gegenüberstellung der Massenbilanz aller Einzelkomponenten gegen das bekannte Gesamtgewicht
  • gezielte manuelle Kontrolle kritischer Artikel auf Basis eines definierten Plausibilitätswerts
  • bereits verifizierte Artikel werden wiedererkannt, was die Reproduzierbarkeit der Analyse sicherstellt

Dabei machen wir auch deutlich, wo die Grenzen des Verfahrens liegen und welche Datenqualität für verlässliche Ergebnisse erforderlich ist.
 

Agenda

  • Scope 3.1 – warum jetzt
  • Ortner Reinraumtechnik: Anlass, Aufwand, Ergebnis
  • Das Verfahren am Beispiel, mit Blick in das Tool
  • Prüfmechanismen und Grenzen
  • Ihre Fragen
  • PCF-Quickcheck und nächster Termin der Reihe
     

Für wen

Verantwortliche in Anlagen-, Apparate- und Sondermaschinenbau sowie in variantenreicher Fertigung – aus Nachhaltigkeit, Einkauf, Qualität, Entwicklung oder Produktion. Vorkenntnisse zur THG-Bilanzierung sind hilfreich, aber nicht nötig.

Im Anschluss: PCF-Quickcheck

Sie senden uns eine Ihrer Stücklisten, wir liefern die Bilanzierung und einen Befund zur Datenqualität. Aufwand für Sie: die Datei. Achtung (!) Plätze begrenzt.