Satelliten sind aus der Forschung kaum noch wegzudenken, sei es bei der Klimaforschung oder der Geologie. Mithilfe der gesammelten Daten können Wissenschaftler die Erdoberfläche sowie die Atmosphäre erforschen und dann überprüfen, ob ihre Simulationen die Realität richtig vorhergesagt haben – etwa bei der Entstehung von Hurrikans. Die riesigen Datenmengen, die Satelliten dabei produzieren, erfordern effiziente Werkzeuge. Nur so können Wissenschaftler den Überblick über die Informationsflut behalten. Die Software »V-Manip« ist ein innovatives Analysewerkzeug, das komplett im Browser läuft. Das Kopieren großer Datenmenge auf die Rechner aller Wissenschaftler entfällt.
Im Projekt V-MANIP wollen wir das Arbeiten mit Satellitenaufnahmen sprichwörtlich in eine neue Dimension heben, nämlich in den dreidimensionalen Raum«, sagt Dr. Eva Eggeling, Leiterin des Geschäftsbereichs Visual Computing von Fraunhofer Austria. V-MANIP steht dabei für »Visualization and Manipulation of Multidimensional Data«. In V-MANIP sind die Benutzerinterfaces nicht wie bisher auf zwei Dimensionen beschränkt. Der Anwender legt die zu untersuchenden Bereiche nicht ausschließlich auf einer 2D-Karte fest, sondern ebenfalls auf einem dreidimensionalen Globus, dem »Virtual Globe Viewer«. Zusätzlich kann er anhand einer Timeline ablesen, für welche Zeitpunkte Daten vorliegen und Teile davon selektieren. So lassen sich auch dreidimensionale Aufnahmedaten übersichtlich anzeigen.
Fraunhofer Austria