In lebenswerten und nachhaltigen Städten kommt dem Außenraum eine zunehmende Bedeutung zu. Nicht nur Parkflächen und Alleen sondern auch einzelne Bäume, Dach- und Fassadenbegrünungen beeinflussen das Stadtklima maßgeblich und sind ein wichtiger Faktor klimaneutraler Quartiere. Daher wird die Erkennung und Bewertung hinsichtlich der Naturhaushaltswirksamkeit von ebendiesen Grünflächen erforscht. Außerdem wird die strukturierte Darstellung des Außenraums im BIM Kontext betrachtet. Dadurch kann ein automatisierter Soll-Ist-Abgleich konzeptioniert werden, welcher die Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Städteentwicklung darstellt und die zentrale Frage „Wurde umgesetzte, was genehmigt wurde?“ beantwortet.
Projektziele
Anhand von konkreten Fragen zur Grünraumerkennung und Bewertung der Stadt Klagenfurt und der VIE Build GmbH wird zunächst eine dreidimensionale Kennzahl entwickelt, welche die Naturhaushaltswirksamkeit des Grünraums auf Grundstücksebene bewertet. Weiters wird der Einsatz von KI zur Erkennung von Grünraum mit VertreterInnen der Stadt exemplarisch durchgeführt. Dazu wird die Abbildung von Grünraum in BIM erarbeitet. Es wird evaluiert, inwieweit ein Soll-Ist-Abgleich von einer Einreichung und dem realisierten Zustand eines Grundstücks durchgeführt werden kann.
Projektergebnisse
Das zentrale Ergebnis des Projekts ist die verbesserte Nutzung des Außen- und Grünraums. Dazu werden Hindernissen bei der Erfassung, Bewertung und Dokumentation von städtischen Grünflächen für eine nachhaltigere Städteentwicklung überwunden. Die angestrebten Projektergebnisse eröffnen PlanerInnen und EntscheidungsträgerInnen zukünftig innovative Möglichkeiten für die Grünraumplanung und das Monitoring der Realisierung ebendieser Flächen. Weiters wird die Infrastruktur zur automatisierten Baueinreichung aus dem Vorgängerprojekt „AMAzE – AutoMAtisierte BauEinreichung“ hinsichtlich den Außen- und Grünraum betreffenden Aspekten zur Konformitätskontrolle erweitert. AMAzE 2.0 legt damit den Grundstein für ein effizientes, nachhaltiges und lebenswertes Design einer Smart City.
Fraunhofer Austria