Neue Wege nach dem Umzug: Wie SSA Fluidra seine Belieferungsstrategie neu aufgestellt hat
SSA Fluidra Österreich GmbH, österreichischer Ableger eines der weltgrößten Hersteller von Schwimmbad- und Wassertechnik, stand nach der Verlagerung ihres Standorts vor einer zentralen Frage: Wie muss eine Belieferungsstrategie aussehen, die effizienter ist als die alte – und gleichzeitig für künftiges Wachstum und CO₂-Reduktion trägt? Fraunhofer Austria konnte helfen.
Ausgangslage: Strukturwandel ohne Datenbasis
Lieferrouten entstehen oft über Jahre. Sie spiegeln Gewohnheiten wider – nicht Effizienz. Nach einem Standortwechsel verschieben sich Fahrtzeiten, Entfernungen und Kundenerreichbarkeit grundlegend. SSA Fluidra wollte keine alten Muster fortschreiben. Das Unternehmen brauchte eine neue Strategie: datenbasiert, auf das veränderte Netz zugeschnitten und zukunftsfähig für Flottenentscheidungen.
Vorgehen: Analyse, Optimierung, Bewertung – in vier Monaten
Fraunhofer Austria übernahm das Projekt in drei Phasen. Zunächst wurden in einem Workshop die Ziele und operativen Einschränkungen definiert. Dann analysierte das Team historische Liefer- und Kundendaten. Kunden wurden nach Abnahmemengen segmentiert. Die Zustellfrequenzen wurden entsprechend neu zugewiesen. Auf dieser Grundlage entwickelte Fraunhofer Austria mehrere alternative Belieferungsmodelle und Soll-Szenarien. Diese wurden mathematisch optimiert und simulationsbasiert bewertet – nach Fahrtzeit, Zustellzeit, zurückgelegten Kilometern und CO₂-Emissionen. Parallel erfolgte eine Kosten- und Machbarkeitsanalyse für den Einsatz von E-Lkw.
Ergebnisse: Ein Rahmentourenplan als Entscheidungswerkzeug
SSA Fluidra erhielt einen maschinenlesbaren Rahmentourenplan mit vollständigen Kennzahlen. Jede Tour ist hinterlegt mit Fahrtzeit, Zustellzeit, Kilometern und Emissionswerten. Das Ergebnis ist keine Empfehlung auf Papier – sondern ein direkt verwendbares Planungsinstrument.
Konkret geliefert: optimierte Belieferungsfrequenzen je Kundensegment, quantifizierte Dekarbonisierungspotenziale für die Flotte sowie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den möglichen Einstieg in E-Mobilität.
„Unsere Zusammenarbeit war geprägt von einem strukturierten Vorgehen, fundierten Analysen und einem offenen Austausch.” Gerhard Deutschmann, Logistics Manager
“Dank Fraunhofer Austria konnten wir eine zukunftsfähige Belieferungsstruktur für unseren neuen Standort entwickeln.“ Hannes Schmid, Operations Manager
Fraunhofer Austria