Instandhaltung 4.0

Eckdaten zum Forschungsprojekt

Projektname Instandhaltung 4.0 – Sicherung der Produktqualität
und Anlagenverfügbarkeit durch einen echtzeitbasierten
Instandhaltungsleitstand
 
Kurztitel Instandhaltung 4.0  
Förderprogramm »Produktion der Zukunft«, FFG und BMVIT  
Projektnummer 843668  
Konsortialführer Institut für Managementwissenschaften
der TU Wien, Bereich Betriebstechnik und Systemplanung
 
Partner Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik der TU Wien
Fraunhofer Austria Research GmbH
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften der Montanuniversität Leoben
Opel Wien GmbH
Pimpel GmbH
 
 
Laufzeit April 2015 bis Juni 2017  

Forschungsthema

Im Forschungsprojekt »Instandhaltung 4.0« forschen die Projektpartner unter der Konsortialführerschaft der TU Wien an der Entwicklung eines innovativen Instandhaltungsleitstandes, welcher Ausfallzeitpunkte prognostiziert und antizipative Instandhaltungsmaßnahmen vorschlägt. Dafür werden verschiedene Daten miteinander verknüpft – Echtzeit-Maschinensteuerungsdaten, Condition Monitoring Daten, Qualitäts-Messdaten der Produkte und das historische Wissen über Ausfallereignisse. Ein im Hintergrund laufendes Reaktionsmodell verbindet eine zustands- und belastungsabhängige Lebensdauerberechnung mit statistischem Ausfallverhalten der betrachteten Anlagen.

© Foto FhA/C.Mikes

Das erweiterte Projektteam »Instandhaltung 4.0« in der TU Wien Pilotfabrik.

Unser Beitrag

Das Institut für Managementwissenschaften übernimmt, basierend auf den erfassten Input-Daten, die Identifikation von Daten-Korrelationen und die Entwicklung eines Reaktionsmodells mit einem zugrundeliegenden Regelwerk, welches innovative Instandhaltungsstrategien aus Gesamt-Unternehmenssicht ermöglicht. Fraunhofer Austria ist verantwortlich für die Analyse von bestehenden Datensystemen. Darüber hinaus übernimmt Fraunhofer Austria die Konzeption der antizipativen Instandhaltungsstrategie und fungiert als Schnittstelle zwischen akademischer und wirtschaftlicher Welt mit dem Ziel, die Forschungsergebnisse am Beispiel des Anwendungspartners Opel Wien GmbH für die reale industrielle Verwertung nutzbar zu machen.

Übersicht Instandhaltungsleitstand

Nutzen

Der entwickelte Instandhaltungsleitstand bietet wesentliche Vorteile für Unternehmen: Es kann sehr genau vorhergesagt werden, wann die Anlage ausfallen wird. So können Instandhaltungstätigkeiten zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt und damit die Zuverlässigkeit und Anlagenverfügbarkeit entscheidend erhöht sowie die Ressourceneffizienz, beispielsweise in der Ersatzteilbevorratung, gesteigert werden.

Die Simulation von Belastungsverläufen erlaubt es darüber hinaus, Instandhaltungsaufwände auch für Klein- und Kleinstserien bereits vor Produktionsstart abzuschätzen. Durch das Monitoring von Qualitäts-Messdaten werden nicht nur belastungs- bzw. verschleißinduzierte Ausfälle prognostiziert, sondern bereits Instandhaltungsmaßnahmen vorgeschlagen, sobald sich eine Qualitätsverschlechterung am Produkt abzeichnet.

Ergebnisse

Durch die Ergebnisse des Forschungsprojekts Instandhaltung 4.0 wird der Ausfallzeitpunkt von Produktionsmaschinen präziser prognostiziert und eine vorausschauende Instandhaltungsstrategie möglich. Herzstück war dabei die Entwicklung eines innovativen Instandhaltungsleitstands.

Im Rahmen des Projekts konnte eine potenzielle Reduktion der Stillstandzeiten, je nach Maschinenkomponente, von bis zu 25 Prozent erreicht werden. Durch die verbesserte Planbarkeit erhöht sich die Prozessstabilität am gesamten Shopfloor und ein wesentlicher Schritt in Richtung »Instandhaltung 4.0« ist gesetzt.

Die Projektergebnisse im Überblick

Statements unserer Forschungspartner

»Das Team Fraunhofer, TU Wien und Montanuni Leoben zeigen, wie exzellentes Projektmanagement funktionieren muss. Klare Strukturen und Aufgaben binden alle Projektteilnehmer ein, um eine rasche und effiziente Abwicklung der einzelnen Projektschritte zu gewährleisten. Erwähnt sei auch, dass die wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht nur durch fachliche Kompetenz überzeugen, ebenso überzeugen sie durch ihr Verständnis für die kurz- und langfristigen Bedürfnisse der Industrie.«

Martin Stacher, Opel Wien GmbH

Ansprechpartner:

Robert Glawar

Contact Press / Media

Dipl.-Ing. Robert Glawar

Fraunhofer Austria Research GmbH
Theresianumgasse 7
1040 Wien, Österreich

Telefon +43 1 504 69 06

Mobil +43 676 888 616 07

Fax +43 1 504 69 1090

Tanja Nemeth

Contact Press / Media

Tanja Nemeth

Fraunhofer Austria Research GmbH
Theresianumgasse 7
1040 Wien, Österreich

Telefon +43 676 888 616 19

Fax +43 1 504691090