BIFOCAlps

Eckdaten zum Forschungsprojekt

Projektname Boosting Innovation in Factory of the Future Value Chain in the Alps
Kurz-Titel BIFOCAlps
Fördergeber EU
Programm Interreg Alpine Space, Priority 1, Innovative Alpine Space
Projektnummer 510
Konsortialführer Pordenone Technolgy Centre
Partner
  • University of Udine - Polytechnic Department of Engineering and Architecture
  • Fraunhofer Austria Research GmbH
  • Tehnološki park Ljubljana d.o.o.
  • National Research Council of Italy
  • Fachhochschule Vorarlberg GmbH (Work Package Management)
  • Soča Valley Development Centre
  • bwcon GmbH
  • Italian-German Chamber of Commerce Munich-Stuttgart
  • Grenoble Institute of Technology
  • ViaMeca
Laufzeit 24 Monate (1.11.2016 - 31.10.2018)

Fragestellung

Um die Wettbewerbsfähigkeit des produzierenden Sektors im Alpenraum langfristig zu sichern, müssen Ansätze zur Digitalisierung und der Fabrik der Zukunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorangetrieben werden. Das Forschungsprojekt BIFOCAlps (Boosting Innovation in Factory of the Future Value Chain in the Alps) zielt darauf ab, die Zusammenarbeit relevanter Akteure hinsichtlich der Innovationskraft in diesem Bereich zu stärken.

 

Ziele

Mittels der entwickelten Methodik soll die Einführung von Ansätzen der »Fabrik der Zukunft« entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Alpenraum vorangetrieben werden. Durch den Fokus auf die Kooperation bzw. den Wissenstransfer zwischen Unternehmen, Forschung und Politik sollen erfolgskritische Synergien genützt sowie Rahmenbedingungen zu einer erfolgreichen Sicherung des Wirtschaftsstandorts Alpenraum im digitalen Zeitalter geschaffen werden.

Unser Beitrag

Der Fokus von Fraunhofer Austria liegt in der Entwicklung eines Performance Measurement Systems (PMS), um Potenziale hinsichtlich der »Fabrik der Zukunft« quantifizieren und Verbesserungen ableiten zu können. Dabei gilt es, unterschiedliche Ebenen der Digitalisierung sowie deren Abhängigkeiten und Zusammenhänge mit dem Innovationspotenzial abzubilden. Die aus Best Practices abzuleitende und zu entwickelnde Methode soll Unternehmen dabei unterstützen, sich gezielt in Richtung »Factory of the Future« im Kontext Industrie 4.0 weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sollen durch das PMS weitere relevante Akteure, wie etwa Politik, Wissenschaft und Forschung, die Möglichkeit eines Benchmarking erhalten, um regionale und nationale Bedarfe zu identifizieren und Handlungsmaßnahmen ergreifen zu können.

Als Forschungsfrage steht für Fraunhofer Austria die »Messung der Innovationsstärke« auf Unternehmensebene, auf regionaler sowie nationaler Ebene im Vordergrund.

Ergebnisse

Eine internationale, im Rahmen des BIFOCAlps-Projekts durchgeführte Expertenbefragung im alpinen Raum bestätigt, dass der Übergang zur »Fabrik der Zukunft« vom Zusammenspiel mehrerer Erfolgsfaktoren im Unternehmen abhängig ist. Neben dem Einsatz neuer Fertigungstechnologien fallen konsequente Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Unternehmen ebenso ins Gewicht wie die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein effizienter Übergang zur »Fabrik der Zukunft« setzt damit ein systematisches Controlling aller Erfolgsfaktoren voraus.

Im Rahmen des BIFOCAlps Projekts wurde von Fraunhofer Austria ein Modell entwickelt, mit dem sich unternehmensspezifisch Leistungskennzahlen zu einem Kennzahlen-Cockpit aggregieren lassen. Auf Basis einer Reifegradbewertung werden die wichtigsten Handlungsfelder und Stellhebel zur »Fabrik der Zukunft« aufgedeckt und zweckmäßige Kennzahlen auf unterschiedlichen Unternehmensebenen vorgeschlagen. Der Einsatz abgestimmter Kennzahlen soll Entscheidungsträgern dabei helfen, die wichtigsten Informationen in der richtigen Qualität und Quantität zur Verfügung zu stellen, um den laufenden Fortschritt zu beurteilen. Damit wird eine Entscheidungsgrundlage geschaffen, mit derer sich Unternehmen gezielt in Richtung »Fabrik der Zukunft« im Kontext Industrie 4.0 weiter entwickeln können.

Um die Anwendung der entwickelten Methodik für Unternehmen zu erleichtern, wurde zusätzlich ein Excel-basiertes Tool aufgesetzt, mit dem die Reifegradbestimmung durchgeführt werden kann. Anschließend wird eine Vorauswahl geeigneter Indikatoren vorgeschlagen, die je nach Bedarf des Unternehmens und abhängig vom verfügbaren Datenbestand modifiziert werden können.