Modellierung
Fraunhofer Austria
Modellierung
Die Generative Modeling Language (GML) ist eine neue, sehr allgemeine Representation von prozeduralen 3D Modellen. Sie wurde erdacht und entwickelt von Dr. Sven Havemann. Die Idee ist, Objekte durch Operationen zu ersetzen. Es wird dabei nicht das Resultat eines Konstruktionsprozesses, sondern der Konstruktionsprozess selbst kodiert.
Generative Modellierung bedeutet, dass Listen von Objekten durch Sequenzen von Operationen ersetzt werden. In GML lassen sich so sehr einfach Verarbeitungsketten beschreiben, die flexibel auf Objekte und Objektteile angewendet werden können. Dadurch gewinnt man automatisch eine Konstruktionsbeschreibung, die sich parametrisieren läßt.
GML ist als einfache Programmiersprache mächtiger als reine Datenbeschreibungsformate. GML wurde aber, anders als z.B. JavaScript, weniger als eine benutzerfreundliche Programmiersprache entworfen. Statt dessen kann GML-Code sehr einfach automatisch erzeugt, umgeordnet, übertragen und verarbeitet werden. An Methoden zur “unsichtbaren” GML-Erzeugung forschen wir derzeit aktiv.
GML enthält viele Operatoren zur konventionellen Polyedermodellierung (bis auf Halbkanten-Niveau). Die gleichen Polyeder können durch Umschalten einzelner Kanten-Flags aber auch als Kontrollnetze für Freiformflächen dienen (Catmull-Clark Subdivision Surfaces). Die Modell-Auswertung wurde sehr stark optimiert, sodaß Modelle mit einigen tausend Basisflächen mehrfach in der Sekunde neu aufgebaut werden können.

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