Energie-Informatik

Das Projekt GINGER wird von der FFG im Rahmen der Programmlinie »IKT der Zukunft« von 2013 bis 2015 gefördert.

GINGER - Graphical Energy-Efficiency-Visualization in Architecture

Fragestellung

Informationen sind kostbar – das gilt auch in der Baubranche. Bauingenieure sichern daher alle Gebäudedaten im Computer. Wenn sie allerdings später einen Energieausweis erstellen wollen, gilt es, die Daten in mühseliger Handarbeit auszusortieren. Dazu müssen sie die Angaben reduzieren, um die Simulationssoftware nicht mit unnötigen Informationen zu überfordern. Die Ingenieure analysieren also per Hand die Daten und entscheiden basierend auf ihren Erfahrungen und auf festgelegten Normen, welche Informationen für den Energieausweis relevant sind. Die Software des Projekts »Ginger« vereinfacht dadurch die Arbeit der Bauingenieure.

Unser Beitrag

Forscher von Fraunhofer Austria haben sich zum Ziel gesetzt, die Datenmengen automatisch so zu reduzieren, dass ein Energieausweis daraus erstellt werden kann. Welche Informationen sind wichtig für den Energieausweis, welche unwichtig? Um dies herauszufinden, vergleichen die Wissenschaftler die gespeicherten umfangreichen Gebäudemodelle mit vereinfachten Varianten. Haben sie passende Vereinfachungen gefunden, übertragen sie diese in einen Algorithmus, der die Daten in Zukunft automatisch sortiert.
Was für die Bauingenieure eine langwierige Angelegenheit ist, fordert auch eine Menge Rechenleistung, um die Datenflut entsprechend zu reduzieren. Damit nicht jedes Architekturbüro einen eigenen Server für die Berechnungen anschaffen muss, nutzt die Software das Cloud  Computing.

Ihr Nutzen

Das Projekt Ginger ist ein Beispiel für eine Kooperation von Fraunhofer Austria und mittelständischen Unternehmen. Wenn auch Sie Daten haben, die immer auf ähnliche Art und Weise bearbeitet werden, helfen wir Ihnen bei der automatisierten Datenverarbeitung.

Partner und Förderung

Forscher von Fraunhofer Austria entwickeln die Software im Projekt »Ginger« zusammen mit der A-NULL Development GmbH und dem
Ingenieurbüro Gratzl e.U.
Das Projekt »Ginger« wird von der FFG im Rahmen der Programmlinie »IKT der Zukunft« von 2013 bis 2015 gefördert.