Forschungsprojekt Instandhaltung 4.0

Fragestellung

Im Forschungsprojekt »Instandhaltung 4.0« forschen die Projektpartner unter der Konsortialführerschaft der TU Wien an der Entwicklung eines innovativen Instandhaltungsleitstandes, welcher Ausfallzeitpunkte prognostiziert und antizipative Instandhaltungsmaßnahmen vorschlägt. Dafür werden verschiedene Daten miteinander verknüpft – Echtzeit-Maschinensteuerungsdaten, Condition Monitoring Daten, Qualitäts-Messdaten der Produkte und das historische Wissen über Ausfallereignisse. Ein im Hintergrund laufendes Reaktionsmodell verbindet eine zustands- und belastungsabhängige Lebensdauerberechnung mit statistischem Ausfallverhalten der betrachteten Anlagen.

Unser Beitrag

Das Institut für Managementwissenschaften übernimmt, basierend auf den erfassten Input-Daten, die Identifikation von Daten-Korrelationen und die Entwicklung eines Reaktionsmodells mit einem zugrundeliegenden Regelwerk, welches innovative Instandhaltungsstrategien aus Gesamt-Unternehmenssicht ermöglicht. Fraunhofer Austria ist verantwortlich für die Analyse von bestehenden Datensystemen. Darüber hinaus übernimmt Fraunhofer Austria die Konzeption der antizipativen Instandhaltungsstrategie und fungiert als Schnittstelle zwischen akademischer und wirtschaftlicher Welt mit dem Ziel, die Forschungsergebnisse am Beispiel des Anwendungspartners Opel Wien GmbH für die reale industrielle Verwertung nutzbar zu machen.

Ihr Nutzen

Der entwickelte Instandhaltungsleitstand bietet wesentliche Vorteile für Unternehmen: Es kann sehr genau vorhergesagt werden, wann die Anlage ausfallen wird. So können Instandhaltungstätigkeiten zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt und damit die Zuverlässigkeit und Anlagenverfügbarkeit entscheidend erhöht sowie die Ressourceneffizienz, beispielsweise in der Ersatzteilbevorratung, gesteigert werden.

Die Simulation von Belastungsverläufen erlaubt es darüber hinaus, Instandhaltungsaufwände auch für Klein- und Kleinstserien bereits vor Produktionsstart abzuschätzen. Durch das Monitoring von Qualitäts-Messdaten werden nicht nur belastungs- bzw. verschleißinduzierte Ausfälle prognostiziert, sondern bereits Instandhaltungsmaßnahmen vorgeschlagen, sobald sich eine Qualitätsverschlechterung am Produkt abzeichnet.

Partner und Förderung

Im vom BMVIT im Rahmen des FFG-Programms »Produktion der Zukunft« geförderten Forschungsprojekt »Instandhaltung 4.0« forschen Opel-Wien, die Pimpel GmbH, der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Betriebswissenschaften (WBW) der Montanuniversität Leoben sowie Wissenschaftler von Fraunhofer Austria unter der Konsortialführerschaft der TU Wien am Instandhaltungsleitstand der Zukunft.

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Robert Glawar

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Dipl.-Ing. Robert Glawar

Projektleiter Produktionsoptimierung | Industrial Engineering

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Tanja Nemeth

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Dipl.-Ing. Tanja Nemeth

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