ICT – Information and Communication Technologies

Das Projekt DURAARK wird von der Europäischen Union im Rahmen der 9. Ausschreibung des 7. EU-Forschungs- rahmenprogramm »ICT-2011-4.3 – Digital Preservation« gefördert.

DURAARK - Durable Architectural Knowledge

Fragestellung

Durch die stetig wachsende Digitalisierung unserer Welt stehen Archive vor der immensen Herausforderung Informationen für die Nachwelt zu bewahren. Während ein Großteil der Aufzeichnungen bereits Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte überdauert hat, birgt die moderne Informationsspeicherung im Gegensatz zum Papier ein großes Problem: Schon nach wenigen Jahren wird es schwierig, den gespeicherten Dateien ihre Geheimnisse zu entlocken.

Im Projekt »DURAARK«, kurz für Durable Architectural Knowledge, arbeiten Forscher der Fraunhofer Austria Research GmbH gemeinsam mit internationalen Partnern daran, digitale Daten aus dem Bereich Architektur – insbesondere Gebäudepläne – für die Zukunft zu sichern. Neben der Langzeitarchivierung muss eine zusätzliche Herausforderung gemeistert werden: Die Modelle der Häuser werden nicht mehr in zweidimensionalen Plänen und maßstabsgetreuen Modellen erstellt und auf diese Weise erhalten, sondern als dreidimensionale Daten gespeichert. Momentan existieren keine Lösungen, um diese 3D-Daten sicher und langfristig zu archivieren – und sowohl Anforderungen öffentlicher Einrichtungen, Bibliotheken und Archive als auch die Erfordernisse der Wirtschaft zu erfüllen.

Unser Beitrag

Innerhalb von »DURAARK« entwickeln wir Werkzeuge, die speziell auf dreidimensionale Inhalte zugeschnitten sind. Diese Werkzeuge können erstmals mit dreidimensionalen Architekturinhalten umgehen, egal ob es sich dabei um Punktwolken oder ausführlich annotierte 3D-BIM-Modelle handelt, kurz für »Building Information Modeling«. Durch eine spezielle Software-Komponente werden zudem konsistente und zuverlässige Metadaten erstellt. Diese sorgen dafür, dass die gespeicherten Angaben auch in Zukunft noch gelesen werden können.

Ihr Nutzen

Die Anwendungen von »DURAARK« sind vielfältig. Mithilfe von Laserscans lassen sich beispielsweise lasttragende Strukturen überprüfen. Sind diese deformiert? Wo befinden sich Balken und Spanndrähte? Die in »DURAARK« entwickelten Verfahren helfen auch beim Erhalt von Kulturerbe: Historische Gebäude werden gescannt, um so ihren aktuellen Zustand zu archivieren und zu dokumentieren. Darüber hinaus erlauben dreidimensionale Scans die virtuelle Begehung von Gebäuden. Eine weitere Anwendung liegt in der Planung, Dokumentation und Verifikation von Umbauarbeiten oder in der thermischen Sanierung von Gebäuden.

Partner und Förderung

Das von der Europäischen Kommission innerhalb des 7. Rahmenprogramms geförderte Projekt »DURAARK« wird von einem breit aufgestellten Konsortium umgesetzt. Weitere Projektpartner sind: Leibnitz Universität Hannover, Universität Bonn, Lulea University of Technology, CATENDA, Centre for Information Technology and Architecture (CITA) und Technische Universität Eindhoven.